Marienbad
Marienbad ist das zweitgrößte tschechische Heilbad, mit einem großen Reichtum an Mineralquellen. Direkt im Areal entspringen 40 Quellen und in der nahe liegender Umgebung fast 100. Das Gebiet des heutigen Heilbads gehörte dem Prämonstratenserkloster Tepl, dessen Abt K.K. Reitenberger dank der Initiative von J.J.Nehr am Anfang des 19. Jahrhunderts das Erbauen des ersten Kurhauses durchsetzte. Auf Grunde eines großartigen Projektes vom Architekten V. Skalník wurden Geländeumgestaltungen durchführt und Parkanlagen angelegt, die heutzutage neben der großen Menge von Quellen zu den charakteristischsten Merkmalen der Stadt gehören. Im Jahre 1866 wurde Marienbad zur Stadt ernannt und am Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte es schon zu den bedeutendsten europäischen Zentren.
Royal Golf Club Marienbad
Der älteste sich auf dem Territorium der Tschechischen Republik befindende Golfplatz wurde im Jahre 1905 vom englischen König Edward VII. feierlich eröffnet. Der Golfplatz ist nach dem Muster der damaligen schottischen und irischen Park-Golfplätze erbaut worden. Die herrliche Natur des gewachsenen Waldparks, das leicht gewellte Gelände und die dank seiner Höhenlage vorhandene frische Luft machen aus dem Spiel im Royal Golf Club Marienbad einen wirklichen Genuss. Die angenehme Atmosphäre wird von einem Clubhaus im englischen Stil vervollständigt. Als Anerkennung für die historischen Verbindungen zwischen der englischen Königsfamilie und Marienbad wurde dem Club im Jahre 2003 von der englischen Königin Elisabeth der II. der königliche Titel erteilt.
Die zentrale Bäderpromenade und ein bedeutendes Baudenkmal ist die pseudobarocke gusseiserne Kolonnade aus dem Jahre 1889. Für die Trinkkuren wurden hierher die Kreuz-, Karolina- und Rudolfquelle hingeführt. Vor der Kolonnade erfreut sich großer Aufmerksamkeit die so genannte Singende Fontäne. Zu weiteren berühmten Quellen gehören die Ferdinandquelle, Waldquelle und Ambrosiusquelle.
Die über die Quellen erbauten Pavillons sind überwiegend im klassizistischen und Neurenaissancestil, die meisten Häuser des Kurviertels tragen Jugendstilelemente. In der Nachbarschaft der Kolonnade steht die Maria Himmelfahrtskirche, im Westen, hinter der Hauptstrasse, stehen dann die russisch-orthodoxe Kirche des St. Wladimir und die anglikanische Kirche.
Sehenswürdigkeiten: Die singende Fontäne vor der Hauptkolonnade hat jede ungerade Stunde eine musikalische Produktion, die um 21 und 22 Uhr durch eine szenische Beleuchtung ergänzt wird.
Zdroj: marianskelazne.cz